Die Klangschalen

Hintergrundinformationen zu Klangschalen.

Klangschalen

Klangschalen kommen ursprünglich aus Asien. Die Hauptverbreitungsgebiete liegen in Indien, Nepal und Osttibet, gegossene Klangschalen finden sich auch in Japan und China. Die unterschiedlichen Herkunftsgebiete haben verschiedene Bauformen hervorgebracht, von denen jede über ein individuelles Aussehen und einen typischen Klang verfügt. Alte Klangschalen mit gutem Klang sind nur noch selten zu finden, mittlerweile gibt es aber auch neu hergestellte Schalen in sehr guter Qualität.

Wird eine Klangschale angeschlagen oder mit einem Holz zum Singen gebracht, entfaltet sie faszinierende, langhaltende und obertonreiche Klänge, die uns im Innersten berühren können. Die starken Vibrationen die dabei entstehen sind deutlich spürbar. Dabei ist keine Klangschale wie die andere: Jede hat ihren einzigartigen Klang der die ganz persönliche Anziehung ausmacht.

Über die ursprüngliche Verwendung von Klangschalen ist wenig bekannt. Heute werden Klangschalen für Meditation und Entspannung benützt. Durch ihre starken Schwingungen eignen sie sich hervorragend für die therapeutische Arbeit in der Klangmassage und Klangheilung.



Wie werden Klangschalen zum Tönen gebracht?

Klangschalen können mit der Hand oder mit verschiedenen Schlägeln zum Klingen gebracht werden. Zusätzlich können spezielle Reibeklöppel zum Reiben verwendet werden, oder mittels Geigenbogen die Klangschale gestrichen werden. Der Klang einer Klangschale ist aber nicht nur vom verwendeten Klöppel abhängig, sondern auch von der Stelle, an der die Klangschale berührt wird. Sie ist entscheidend für den Ton, den man ihr entlockt. Jede Klangschale setzt eine Vielzahl von Klängen und Obertönen frei. Es ist darum schwierig, einer Klangschale einen bestimmten Ton zuzuordnen. Je nach Anschlag treten ein oder mehrere Klänge in den Vordergrund und ergeben ein individuelles Klangbild.

Was sind die wichtigsten Klangschalenarten?

  • Tibetische Klangschale: Sie kommt zumeist aus Nepal oder angrenzenden Gebieten. Sie ist bist zu drei Kilogramm schwer.
  • Manipuri-Klangschale: Sie stammt aus Assam und Ostnepal. Das Gewicht liegt zwischen 200 und 400 Gramm. Der Klang ist eher hoch und klar.
  • Indische Klangschale: Die Herstellungsorte liegen in Orissa und den heiligen Stätten in Puri, südlich von Kalkutta. Sie ist zwischen 600 und 1200 Gramm schwer. Sie hat einen klaren, aber weniger obertonreichen Klang.
  • Bengalische Klangschale: Gefertigt wird sie in Bengalen. Meistens ist sie zwischen eins und drei Kilo schwer, kann aber auch bis zu fünf Kilo wiegen. Sie hat einen sehr charakteristischen Ton und ähnelt auch einem Gong.
  • Moderne Klangschale: Es gibt verschiedenste Hersteller, welche Klangschalen nach alter Handwerkstradition herstellen.